Aug 23 2011

Die Zukunft

hanns

Bald wird uns das Benzin ausgehen, und auch der Strom wird knapp. Wir werden erst nur noch kaltes Wasser haben, dann wird bald die Wasserversorgung ganz zusammenbrechen. Es gibt keine Freunde mehr. Die Politik ist ratlos, sie hat versagt. Auch die Verwandten und Haustiere wenden sich ab. Unsere Autos verrotten dort wo sie nicht von Plünderern auseinandergenommen werden vor unseren kaputten Häusern. In denen sitzen wir, bewegungslos, hungernd, durstig, stinkend, allein – und haben Angst. Wir werden sterbsen. Alle.

Ja, sterbsen, was auch immer das bedeutet. Das denke ich mir später irgendwann aus.

Angst ist ein schwarzes Loch (Hier in Blau dargestellt)

Angst ist ein schwarzes Loch (Hier in Blau dargestellt)

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Jun 11 2011

ingwer hilft meistens…

notstrom

….. heute langts mir gründlich..

wie immer  fängt der tag ganz normal an:  kind zur kita bringen,

einkaufen, nach hause, kaffee vergessen, waschmaschine,

30-, 40-, 60 grad. …der fußboden im badezimmer ist bedeckt mit sortierter wäsche….

erste ladung rein,  nochmal los,  kaffee kaufen.  weil ohne isses ja auch blöd.

ich fahre also grad so zurück mit kaffee und milch ( hatte ich auch vergessen)

und muss da immer an der strassenbahnhaltestelle vorbei.

wenn die tram gerade hält und du fährst da vorbei, strömen die alle raus.

klar daß kein arsch kuckt. die wollen ja alle irgendwo hin.

heute ging es aber ganz gut,  relativ wenig aussteiger. doch da.

ich fahre  gerade wieder zügiger, rennt noch ne frau aus der tür mit handy am ohr ….

nicht links, nicht rechts, zack raus  und vor mein rad…

ich weiche aus,  sie merkt irgendwas und kuckt sich erschrocken um..sieht mich.. weicht genau auf die seite aus,

auf die ich gerade ausweiche,  ich schwenke rum, sie schwenkt mit, das telefon noch immer am ohr.

ich schaffe es vorbei zu fahren und rufe ihr zu….”maann, kannste vielleicht mal kucken????”……

“hey , was hastn du fürn problem, du penner??”   war die antwort.

ok, ich hätte sie einfach umfahren sollen und nicht versuchen ihr auszuweichen?!

vielleicht wäre das problem dann deutlicher hervorgetreten.

naja, ich hab mich dann nach dem ersten adrenalinschock wieder beruhigt.

im asialaden an der ecke habe ich mir dann eine packung ingwercandys gekauft.

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Mrz 5 2011

Eine Ode an E. E. Cummings

m.a.

Er/Es/Wer zeigte uns, dass Worte (Sprache)

wie ein Kreuzwortpuzzle

geschüttelt (nicht gerührt)

als Kunst; Fett in der Ecke

akzeptiert

wer

den

k
a
n
n

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Mrz 4 2011

ach du liebes bioei

notstrom

alles klar? na ja…luxusprobleme hab ich. mir gehts seit einiger zeit schon komisch und das kommt durch die diskussionen über die ägypter und die zukunft nur noch deutlicher raus…nach monatelangem probieren habe ich endlich einen weiswein gefunden der mir richtig gut schmeckt, die küche ist endlich fertig umgebaut………ich lebe hier im prenzlauer berg, das ist bestimmt das disneyland deutschlands…..mir geht dieser konsum, diese sattheit und der wohlstand der zur schau getragen und nicht im geringsten hinterfragt wird ,sowas von dermaßen auf die nüsse (war das komma richtig?)…ich denke viel über konsum nach und seine notwendigkeit in dieser gesellschaft, da bleibt mir mein im bioladen gekauftes ei im hals stecken….da bin ich auf die ägypter schon fast neidisch.. die haben etwas wofür sie kämpfen und sich die seele aus dem hals schreien…ich frage mich wofür ich lebe und alleine die tatsache daß ich mich das fragen kann ist doch schon purer luxus…. hapüüh…heute ist neumond. morgen ist alles besser.
und im hintergrund führt norton aktivitäten aus

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Jan 14 2011

Ich bin mir sicher, dass die jetzt auch schon Ratten haben – oder wie unsere Nachbarn unseren Garten finden

penelope araña de la selva

horrorgartenAnständige Menschen würden so nicht leben können.
Aber dieses Pack, da drüben, das lässt alles verkommen,
direkt vor meinen Augen, Schmutz, Unrat, Ungeziefer,
Nichtsnutzigkeit, Faulheit, Verwahrlosung.
Und Ungeziefer zieht Ungeziefer an,
Das merkt man in der ganzen Nachbarschaft,
Links ein Döner und rechts nun die Marokkaner.

Aber angefangen hat es mit denen,
eingenistet haben die sich und rühren keinen Finger,
alles geht kaputt und stinkt,
und die stört das nicht mal.
Man kann doch mal die Hecken schneiden,
und das Laub weg fegen,
Allein schon wegen der Nachbarn.

Dann liegt da immer alles rum,
Gartenwerkzeug, Töpfe, bemalte Stämme, Abfall,
Die glauben wohl das ist Kunst,
alles offen rumliegen zu lassen,
alles verrotten und vergammeln zu lassen.
das gehört sich doch nicht,
Aber es zeigt wes Geistes Kind die sind.

Allein das Scheunentor,
total zerdeppert steht immer offen,
Man macht doch Türen zu, dafür sind sie da,
und dann überall dieses Unkraut,
das zu mir rüberfliegt und kriecht,
Rücksichtnahme kennen die nicht.
Ein Schadenfleck für die ganze Nachbarschaft.

Im Winter dann das mit den Vögeln,
ich hab ja nichts dagegen,
wenn man im Winter Vögel füttert,
Aber doch in Maßen,
Der ganze Unrat, der bringt doch Krankheiten mit sich,
Aber Maß halten ist ja auch eine Tugend,
von der die noch nichts gehört haben.

Im Sommer grillen die ständig,
Aber nicht wie normale Menschen,
Das stinkt nach verbranntem Fett und türkischem Basar,
Egal wie der Wind steht, immer zieht der Rauch hier rüber,
Uns vergeht regelmäßig der Appetit,
Unsern Garten, den kann man gar nicht mehr nutzen,
Ich bin mir sicher, dass die jetzt auch schon Ratten haben.

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Jan 4 2011

EiTieh Gedicht

hanns

gfmnInspiriert von einer wahren Begebenheit, und einer damit zusammenhängenden Mail vom Sysadmin, ein Dicht:

Die Wahrheit ist,
es ist keiner drin,
seit dem Relaunch,
mit allen Konsequenzen,
keine Zählung,
seitdem dort,
… Soviel erstmal als Feststellung.

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Dez 6 2010

Dienstreise

penelope araña de la selva

die-voegel-sind-der-redaktion-bekanntEs ist kalt. Ich laufe durch die Treppe einer S-Bahnstation hinab. Absinckstrasse steht auf dem Ausgangsschild. Ein grauer Mann kommt mir entgegen gehastet, auf meiner Höhe zieht er heftig durch und spuckt aus. Ich frage mich wie oft im Leben ich das Geräusch noch hören muss.
Draußen angelangt ist die Strasse durch Passanten und Feuerwehr blockiert. Auch ein Notartztwagen und die Polizei sind da. Alle starren sie nach oben. Eine Frau blickt mich an und schreit: “Gleich springt er.” Ich kann nicht einschätzen, ob sie das freut.
Das Meeting ist zäh. Der Mann mir gegenüber schwitzt und beteuert alles und jeden. In der Ulme vor dem Fenster sehe ich plötzlich etwas hellbalues aufleuchten. Ein Eichelhäher mitten in Hamburg, nein es sind sogar zwei und nun kommt noch einer dazu. Ich will die Aufmerksamkeit der anderen auf die Vögel lenken und unterbreche den Wortbeitrag des schwitzenden Mannes: “Entschuldigen Sie, aber sehen Sie nur, wie ungewöhnlich: Drei Eichelhäher in der Ulme, dort vor dem Fenster.”
Der Mann hält ein, stottert noch ein paar Worte wendet den Kopf und sagt: “Ja, hier gibt es öfter Vögel.”
Die anderen schauen betreten. Danach kommt das Gespräch nur noch schleppend in Gang, als wäre allen die große Vergeblichkeit für einen Augenblick aufgegangen.

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Dez 2 2010

alt

notstrom

ach gottchen, jetzt war ich endlich mal wieder aus. eine bar, gute drinks … einen alten bekannten getroffen, geredet, getrunken, belangloses und persönliches audgetauscht … gute drinks … ideen kamen auf, jetzt hab ich angst … gute ideen … soll ich die umsetzen? will ich das, es würde funktionieren … warum die skrupel … ich bin zu alt, ich bin zu spießig geworden. zu bequem. mein hirn ist eingerostet … fragen über fragen

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Nov 24 2010

kommunikation – berührungen

astrid kohlmeier

du sagst

die ganze zeit über

keinen

einzigen

satz, der

mich berührt.

und ich?

ich schweige wieder:

so

BERÜHRT

von …

ja,

wovon denn

eigentlich?

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Nov 22 2010

kommunikation – love

astrid kohlmeier

deine hände tropfen

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