Ein einsamer Schmerz
An einem Freitagmorgen stand ein einsamer Schmerz vor dem Tengelmann angeleint an der Tür. Ich fuhr gerade zur Arbeit und sah ihm in die Augen.
Der Schmerz war ziemlich groß und ziemlich alleine. Ich dachte, sicher wird er gleich abgeholt. Aber der Schmerz stand auch in meiner Mittagspause noch da und blickte mit seinen dunklen, traurig glänzenden Augen gen Osten.
Am Abend schlich ich mich von hinten an und betrachtete ihn aus der Nähe. Er war ein wenig räudig und auch von hinten sah ich, daß er super traurig war.
Ich hätte ihn gerne etwas gestreichelt und ihm ein paar aufmunternde Worte zu geflüstert, aber ich traute mich nicht, weil er dann sicher hätte mitgehen wollen, aber ich konnte ihn gar nicht gebrauchen. Deswegen lies ich ihn stehen und hatte das ganze Wochenende ein schlechtes Gewissen.

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