Der Feind ist wieder da
Immer wenn das Licht im Hof angeht,
habe ich ihn schon längst
gerochen, gehört, geschmeckt, den
Feind.
Er schleicht sich ein, ein dreister,
grauer, stinkender, unverschämter,
Feind.
Er springt über meinen Zaun,
läuft durch meinen Hof,
und hinterlässt reibend,
seine Spuren an meinen Bäumen,
der
Feind.
Dann werde ich laut,
ich hasse, zerfetze, verblute
und zernichte ihn,
in Gedanken,
den blöden grauen Kater in meinem Garten.

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Juni 13th, 2009 at 20:48
Den grauen Feind, den kenne ich,
der ist kein Feind, das schwöre ich,
Aus sich´rer Quelle weiss ich nun:
er würde niemandem etwas tun,
sucht seit Jahr´n nach Freunden nun,
er ist ne kleine arme Katerkatze,
die nicht nur unverstanden und allein,
sondern auch noch genannt “der Atze”.
Juni 9th, 2009 at 12:10
Der graue Feind ist überall, man muss ihn zernichten, zerfetzen, die Gebeine aus dem felligen Überwurf reißen und dann muss man seine Überreste verunglimpfen, verächtlichen und zerzeckern. Wenn man damit fertig ist und tatsächlich kein Funken Leben mehr darin ist, dann muss man sie während einer langen Sommer-Vollmondnacht zur schaustellen und den überlebensgroßen Schrecken ihrer bleichen Gebeine anderen Widersachern zur Warnung in den Himmel projizieren. Und bis es soweit ist, pisse ich vorsichtshalber zur Abschreckung von innen gegen die Wintergartentür.
im Auftrag von Sushi, the sumo