kommunikation – flüstern
Bitte: flüster’ mir mein meer glatt …
wer sprachlos schweigt
in meinem all aus wortplaneten
begräbt uns
tot
in roter stille
schrill modern sie in mir
die riesen und die zwerge
aus mir unbekannten welten
so kalt, so unzugänglich,
dass nur die zähne klappern
Ich wette, dass es so nicht weitergeht. So nicht!
Und dann?
Meine Güte.
Und selbst wenn ich nicht drauf wette. Weiter geht’s davon auch nicht. Nicht so.
Und jetzt????
So kann’s nicht weitergehen, sagt Sonja. Mit dir, meine ich.
Das sagt sie immer, wenn’s mir so geht. Wenn ich nicht weiter und überhaupt rein gar nichts mehr weiß.
Red doch ma wie andere Menschen, sagt sie.
Wie andere Menschen, äff ich. Wie denn, was meinst’n damit?
Na so normal halt, sagt Sonja. Und ein klitzekleines Lächeln segelt um ihren Mundwinkel.
Das brennt mich nieder, dieses Lächeln, legt mich SOFORT in Asche.
Du verstehst mich eben nicht! Und: Wie soll das denn bitte mit UNS weitergehen, wenn wir uns immer nicht verstehen??
Sie sagt: Ich sag jetzt besser nix mehr.
Aber dann sagt sie doch noch was: Leg dich doch einfach ins Bett. Und schlaf drüber. Hm?
Toll. Danke auch! Wie soll man denn schlafen mit sonem Sorgenbergklumpen im Bauch?
Ich ruf jetzt den Olli an. Der versteht mich. Der versteht wie’s einem geht, wenns nicht weitergeht und der eigenen Freundin ist es egal. EGAL!
Hallihallo, Olli! Der Olli, hollihallor, der hat sofort ein Ohr. Auf den ist Verlass, weil dem auch immer grade die Felle davonschwimmen. Echt ein Phänomen. Mit wem der’s auch aufnimmt, im Schlechtgehen bleibt er Sieger.
Na Olli, wie geht’s n so…. hm… achja. Dir auch scheiße? Mann, da bin ich aber froh! Na ja, nichts für ungut – erzähl doch mal …
….
zz zzz zz zz zz zz z
zzzz zzzzzzZZZZZ
…ich mache heute früher schluss. seit ein paar stunden liegt ein druck auf meinem kopf, so ein leicht nerviges, dumpfes pochen. ich kann mich schwer konzentrieren und würde am liebsten schlafen. leider sitze ich am steuer eines autos und fahre damit nach hause. vorher noch einkaufen und dann ein wenig hinlegen. ich gehe immer in den biosupermarkt um die ecke. er liegt in einem kinderreichen bezirk. ich finde einen parkplatz und gehe hinein. was wollte ich eigentlich kaufen?
es sind viel mehr leute da als sonst, ich bin ja auch früher hier als sonst. mir fällt durch das pochen im hirn wieder ein, was ich brauche und setze ich mich in bewegung. mir wird heiß, denn ich habe meinen schal noch um. es ist eng, viele eltern mit kindern sind unterwegs. zwei mütter mit kinderwagen unterhalten sich vor mir,ich komme nicht ans kühlregal. ich umgehe das gespräch links herum und werde von einem einkaufswagen frontal gestoppt. überall leute und immer genau da wo ich hin will. sie stehen mit einer ruhe im weg rum und meditieren die regale ab…. ich schnappe mir durch eine lücke das milchpäckchen. beim kaffee gibts keine probleme. gemüse, zack in die tüte. nur beim brot stehe ich wieder im stau. vor mir gibt es gibt probleme mit den zutaten…ob es mit sauerteig oder mit backferment sei und wieviel prozent dinkel mit drin wären…dann noch bitte einen latte macciato zum mitnehmen. ohne coffein und bitte mit sojamilch………….ich will einfach nur ein brot, bitte…
endlich stehe ich in der schlange an der kasse.. ich stehe in der vorhölle. den mitgebrachten kindern wird es hier besonders langweilig. ich frage mich wie die leute an der kasse das jeden tag ertragen können, da fällt vor mir ein kind auf den boden und schreit was das zeug hält…. die eltern versuchen es zu beruhigen und es ist nicht das einzige kind im nahen umkreis welches mir das gehör zermürbt. in meiner kassenschlange dauert es besonders lange, da sitzt jemand zum ersten mal an der kasse. es gibt probleme mit dem kartenlesegerät….das kind kreischt noch immer und ich kann plötzlich nicht mehr…. ich gehe nach vorne, beuge mich zu dem kind runter und schreie …HALT DIE FRESSE……..stille im supermarkt, sogar die kassen haben aufgehört zu piepen.
ich erwache aus meinem traum als mich mein hintermann antippt. es geht weiter, das problem mit dem kartenleser ist beseitigt.
Irene, die alte Harpyie, sitzt auf ihrem kahlen Galgenbaum
und würgt an meiner großen Unverforenheit, der Kündigung.
Dann spricht sie zu ihrem hörigen Pack der hässlichsten Gollums
die das Sonnenlicht je erblickt hat:
„Nehmet der Unperson das Löffelchen und das Tässchen weg
Sie soll nicht mehr sitzen dürfen auf ihrem Schemelchen
Atmen soll sie die übelsten Gestänke”
“Der mit ihr artig spricht, dem soll widerwärtiges widerfahren.
Der der sie beleidigt hingegen, der darf aus meinem Schälchen naschen,
Und am nächsten Freitag an meiner Seite sitzen”
“Bringt sie zum weinen, weinen soll sie! “,
Kreischte Irene, die Harpyie ein letztes Mal,
Dann fuhr sie mit einem tosenden Knall und
einer riesigen Schwefelwolke in die Tiefe hinab.
To be continued
.. jemand hat gerade die ganze scheisse vom bodenkies aufgerührt. nichts zu sehen. wohin ich mich wende das gleiche bild. aus meiner erinnerung weiß ich, daß da vorne mal was zu sehen war. ich konnte zwar nie weiter als bis dorthin, es gab aber wenigstens etwas zu sehen. etwas bewegte sich. das bereuhigt mich. ich warte also bis sich der ganze mist gesetzt hat und ich wieder an meiner scheibe entlang schwimmen kann…
Was ist das heute für ein Wetter,
das aufs Gemüt mir drückt?
Es wäre doch bedeutend netter
wenn mit mehr Blau beglückt
der Himmel – ein ewig müder, grauer,
melancholierter Zeitgenosse
füllt auf mit Schwermut jede Gosse
verhängt über der Welt staatliche Trauer…
Would you please be so kind
to leave my mind
my thoughts my soul and my heart!
Cause there’s not enough space
for the two of us here
much more sharing would tear me apart
I want to let go – so please do me a favor
disappearing right into thin air!
I want to let go and forget the flavor,
life became with our friendshipaffair…
I’d guide you along
all the way to the door
and politely shake your hand.
But since I don’t know,
where the door’s to be found
help yourself, hope you will understand?
I want to let go – so please do me a favor
disappearing right into thin air!
I want to let go and forget the flavor,
life became with our friendshipaffair…
noch mehr geht nicht.entweder ich trinke weiter oder ich gehe schlafen…wenn es nach mir ginge dann würde ich weiter trinken bis das fass leer ist…viel ist nicht mehr drin, aber es ist schon spät und morgen wartet der tag auf mich. der tag….neue verpflichtungen.pläne..termine…
meine facebookfreunde schlafen schon. die müdigkeit zerrt an meinen augen aber ich will nicht schlafen…ich will noch ein echo dieses tages….hello…anybody out there….ich gebe auf…ist ja nicht in echtzeit. bin ja nur ich mit meinem compter und meinem kühlschrank…eins geht noch, dann ist schluss,dann mach ich die augen zu und ergebe mich in das was jeder macht…ich bilde keine ausnahme. und dabei hat alles so schön angefangen…

Wo sind die Schuhe? Warum hatte man ihm die Finger abgeschnitten? Wo ist Silvia? Die Leiche des Vaters gibt uns Rätsel auf...
Das Rauschen in ihren Ohren nahm stetig zu, sie schloss die Augen und versuchte das Chaos auszublenden, dass sich ihrer zügig bemächtigte. Nichts war ihr verhasster als Unruhe und eine Störung ihrer Ordnung. Fahrig strich sie sich Haare aus der Stirn. Sie trug ihr Haar immer hochgesteckt. Es wirkte ordentlich, unterstrich die Strenge ihrer dunklen Augen und wirkte dennoch weiblich. Dass sich ihre Frisur auflöste und sie gefangen war, hier zwischen den vulgären, lauten und ungewaschenen Menschen, war das größte Übel.
„Ich kann Ihre Fragen nicht beantworten, warum begreifen Sie nicht dass ich diesen Mann seit 23 Jahren nicht gesehen habe. Wann ist dies Kasperletheater endlich zu Ende, wann verschwinden Sie endlich mit all diesen Menschen aus meiner Wohnung?“
Komissar Laskov schüttelte traurig den Kopf und rieb sich mit Daumen und Zeigefinger seine tränenden Augen. Er schützte Heuschnupfen vor, dabei war nicht der Pollenflug, sondern eine Flasche Smirnoff für seinen desolaten Zustand verantwortlich. Er schwitzte und seine Hände kribbelten schmerzhaft. Er versuchte sich zu konzentrieren, aber vor seinen Augen tanzten viele kleine bunte Schatten und ein dumpfes Brummen zerrte an seinen Haarwurzeln. Was hatte er zuletzt gefragt, was hatte sie gerade zu ihm gesagt, alles verschwamm vor seinen Augen. Der eigenartige Geruch, den er nicht einordnen konnte, und der eindeutig mit der Leiche zusammenhing, fügte seiner Benommenheit Übelkeit hinzu. Er erhob sich mühsam. Seine Beine gaben nach und ganz am Rande wurde ihm bewusst, dass er transpirierte, wie ein kleiner elender x-beliebiger Alkoholiker.
„Das Bad?“ fragte er einsilbig und verschwand in die Richtung, die sie mit einem kure Nicken angedeutet hatte.
Sie konnte das alles noch immer nicht begreifen. Nach dem sie die Polizei verständigt hatte, hatte sie sich erleichtert gefühlt. Eine Empfindung die ganz eindeutig dafür stand, dass sie das Richtige getan hatte. Aber nun trat das Grauen durch die offene Verandatür ihrer Seele, diffuse und alles infizierend, bis nichts mehr vertraut und sicher schien. Sie kauerte in ihrem dicken roten Sofa und spürte wie Unmut und Verdrossenheit gegen die unbeholfene Lähmung ankämpften. Am liebsten wäre sie in einer Sofaritze verschwunden, bis alles vorbei wäre und die Tür sich hinter dem letzten Eindringling wieder mit einem satten und zuversichtlichen Schnappen schloss.
Zwei Männer hoben den Leichnam ihres Vaters an, der Kopf knickte unnatürlich zur Seite ab und man hörte ein unschönes Knirschen, als der Kopf sacht gegen die untere Wanne des Zinksargs stieß. Die abgetrennten Finger legten sie gewissenhaft auf seinen Brustkorb. Sie zündete sich eine Zigarette an und überlegte einen Augenblick, ob es jemanden gab, den sie informieren müsse.
Dann wurde der Sarg geschlossen und hinaus getragen. Ein Beamter baute sich vor ihr auf und fragte welchen Bestatter sie benachrichtigen wolle und teilte ihr mit, dass der Leichnam wegen der großen Arbeitsrückstände in der Pathologie sicherlich erst in der kommenden Woche freigegeben werden würde. Der Gedanke sich um die Beerdigung ihres Vaters kümmern zu müssen, machte den Gedanken ihren dämlichen Bruder zu informieren mit einem Schlag annehmbar.
Ein Räuspern schreckt sie auf. Vor ihr stand plötzlich, wie aus dem Boden geschossen, diese jämmerliche Figur, die scheinbar die Ermittlungen leitete.