was ist besser?
das Licht am Ende des Tunnels sehen,
aber sehen, daß es noch sehr, sehr weit ist
oder im Dunkeln tappen, in der Hoffnung,
daß bald die kurze Abzweigung nach draußen kommt?
das Licht am Ende des Tunnels sehen,
aber sehen, daß es noch sehr, sehr weit ist
oder im Dunkeln tappen, in der Hoffnung,
daß bald die kurze Abzweigung nach draußen kommt?
Fürchterliche Angst.
begleitet jeden, der denkt -
überall und jetzt.
Armut, Blödheit, Cellulite, Depression, Einflugschneisen, Frikassee, Gewölle, Heuchelei, Ignoranz, Jodeln, Kapitalismus, Lippenbekenntnissen, Märkten, Nasenkorrekturen, Outsourcing, Politik, Qualen, Risiken, Seuchen, Tamponwerbung, UFOs, Verlusten, Wehmut, Xerox-Leasing-Verträgen, Ypsilantikopiemutanten, Zoobesuchen.
ach so:
Ärger, Ölkrisen, Übermenschen
Neulich, noch im Winter vor dem Hochhaus einer grossen deutschen Bank in Frankfurt am Main:
Ein Eingang des Hochhauses war großflächig mit rot-weißen Banderolen abgesperrt. An jeder Seite der Absperrung war ein selbstgemacht laserausgedruckter Hinweis: “Einbruchgefahr” – da war ich schon überrascht. Dachte, die machen heute alles digital und online so ohne richtiges Geld? Oder waren gar die Börsenkurse gemeint?
“Einbruchgefahr” dieses Wort stand jetzt für mehrere Stunden ganz oben auf meiner Gedankenspielliste.
Fantasien von unermesslichem Reichtum der, wenn auch geklaut, einem mir fremden aber doch durchweg sympathischen Gaunertam in der Art von “Oceans 11″ ein luxuriöses und – natürlich – gutartiges Leben ermöglicht – bis hin zu Börsenchrash-Kurseinbruchs-Szenarien, die die eh schon marode Weltwirtschaft gänzlich zum Einknicken bringen… Eine Warnung in ganz großem Stil? Prophetisch gar? Oder meinten die netten Menschen im noblen Gehäuse, in Sorge um freundliche Fußgänger wie mich, nur: “Vorsicht, die Gehwegplatten hier vor unsrem edlen Getürme sind nicht mehr stabil, so Ihr nun hier herüberwandelt, werdet Ihr in unseren fantastisch grossen Hochhauskellern fallen und landen und finden, all was wir da gehortet haben: Schätze in Gold und Edelstein, Bargeld und lustige Autos, schöne Frauen und dicke Männer, die Getränke servieren – nun nimm mit was Du tragen kannst, Du einfacher aber eingebrochener Mensch… ”
Ein klein wenig enttäuscht war ich aber schon, als ich einige Stunden später nochmal vorbeikam und nun genauer las: “Eisbruchgefahr”.
tote töne erbärmlich schwerlich der tastatur entlocken,
übergossen mit lethargie, erschossen vom dauerschlaf,
pechmarie.
auf messes schneide, oftmals daneben,
vor oder hinter dem augenblick, das leben schleifen lassen
hin zur bewusstlosigkeit des eigenen ich.
Diesmal wird es selbstverständlich schlimmer
schlimmer noch als je zuvor
Keinesfalls wirds irgendwann auch besser werden
nimmer niemals nie mehr gut
Das lieb gewonnene Knirschen im Getriebe
unserer guten alten wohlvertrauten Welt
erstirbt verzagt beim Untergehen der selben
Das neue Jahr lauert düster und verschlagen
im dunklen Wald der Ängste und Phantome
finstere Ahnungen flattern unruhig über unsren Köpfen
nach vorne schaut schon lange keiner mehr
stattdessen versuchen wir mit Blicken das Oben hoch zu halten
das Fallen noch zu hindern, des Himmels und des eigenen Ichs
Mein kleiner zarter Lebensmut zaudert, hadert und vereist