riesen und zwerge
wer sprachlos schweigt
in meinem all aus wortplaneten
begräbt uns
tot
in roter stille
schrill modern sie in mir
die riesen und die zwerge
aus mir unbekannten welten
so kalt, so unzugänglich,
dass nur die zähne klappern
wer sprachlos schweigt
in meinem all aus wortplaneten
begräbt uns
tot
in roter stille
schrill modern sie in mir
die riesen und die zwerge
aus mir unbekannten welten
so kalt, so unzugänglich,
dass nur die zähne klappern
I
Im Eifer des Gefechts, schweigend innehalten und hören wie ein Ich zerbricht,
Mit spitzer Feder gesammelte Verfehlungen in das erstarrte Magma des Himmels geritzt,
Der Gnadenstoß trifft das Gewissen mitten ins Herz und die Seele schüttelt traurig das Haupt,
Ins Gras gebissen, hört man Unbeteiligte rufen, und es schmeckt sandig und rau,
Am Ende der Fahnenstange sitze ich und frage mich: warum ich?
II
Eine kleine Barkasse teilt in schneller Fahrt die Meere,
Der letzte Matrose will über die Planke springen,
doch ihm fehlt schlicht das ausreichende Gewicht!
III
Die Binsenweisheiten haben Konjunktur und trinken in stillen Stunden,
Blümchenkaffe mit uneingeschränkter Gelassenheit!
Taube Backe,
Zunge im Rachen,
kein Abendessen in Sicht,
schlechte Nachricht – da kommt noch was,
der Kiefer knarzt, weil zweistundenlange Maulsperre.
Zahnarztangst, seit Jahren alles gut,
„Prima, Ihre Zähne.” …
aber heute ist es anders – Aua, da kommt wohl noch was.
Mi dulce flor de la agonía
no encuentras ningún placer
en las tuberías de mi alma
que atraviesan mi tormento
Mi brava flor de tantas luchas
el inocente aleteo de mi corazón
no puede levanta el pedacito
que callado ahoga tu espíritu de vida
Mi muda flor ya te mueres
conmemorando los fallos y engaños
tomando el trago amargo por ultima vez
que domina fúnebre tu muerte
Da stand er nun, am Fuße des Sorgenbergs.
einmal mehr würde er hinaufsteigen.
Er kannte den Weg schon, jeden Stein.
Der Aufstieg war lang und beschwerlich,
aber die Aussicht war gut. Je nach Wetter.
Trotzdem, heute war irgendetwas anders.
Vielleicht zwitscherte ein Vogel mehr.
Vielleicht stand die Sonne etwas höher.
Vielleicht hatte er sich auch die Augen
reiner gewaschen als sonst.
Irgendetwas sagte ihm heute, daß das alles
vielleicht doch einen Sinn hatte. Und auf dem
Weg fanden seine Füße die Tritte, die sie in
vielen Tagen zuvor schon gezeichnet hatten,
und sein Schritt schien etwas leichter.
Er bemerkte das kräftige Spiel seiner Muskeln,
als er Meter um Meter erklomm.
Seine Lungen sogen die frische Bergluft gierig
ein und er spürte, wie jede Zelle seines Körpers
durchblutet wurde. Sein Kopf war ganz frei.
Zum ersten Mal stellte er fest, daß er den
Berg mochte. Er war an ihm gewachsen, wie auch
der Berg sich mit ihm verändert hatte. Sie
hatten sich aufeinander zubewegt und schauten
sich zum ersten mal in die Augen.
Hier und dort fallen Tränen hin,
Die Worte lassen auf sich warten,
Auf der Straße spielt ein Kind mit einer toten Maus,
Wolken verhängen den Tag bereits am Morgen.
Was soll‘s? Wer‘s mag.
Der Hosenbund am Nabel reibt,
Wie mancher Gedanke an der Stirninnenseite,
Ich hätte gerne einige Gewissheiten.
Auch die Weisheiten haben es nicht eilig.
Was soll‘s? Wer‘s trägt.
Enzianfarbene Neider lungern an allen Ecken,
Ich möchte etwas über meinen Vater sagen.
Andererseits reicht der Himmel niemals aus
Wo fängt die Lüge an, warum hört sie niemals auf?
Was soll’s ? Wer’s versteht.
Eine Strophe später fällt mir etwas ein:
Mein Vater duftet nach sterbenden Hyazinthen,
Kein Wollfaden zieht sich durchs Leben,
Es täte gut, wär es so gewesen.
Was soll’s? Wer`s glaubt.
An einem Freitagmorgen stand ein einsamer Schmerz vor dem Tengelmann angeleint an der Tür. Ich fuhr gerade zur Arbeit und sah ihm in die Augen.
Der Schmerz war ziemlich groß und ziemlich alleine. Ich dachte, sicher wird er gleich abgeholt. Aber der Schmerz stand auch in meiner Mittagspause noch da und blickte mit seinen dunklen, traurig glänzenden Augen gen Osten.
Am Abend schlich ich mich von hinten an und betrachtete ihn aus der Nähe. Er war ein wenig räudig und auch von hinten sah ich, daß er super traurig war.
Ich hätte ihn gerne etwas gestreichelt und ihm ein paar aufmunternde Worte zu geflüstert, aber ich traute mich nicht, weil er dann sicher hätte mitgehen wollen, aber ich konnte ihn gar nicht gebrauchen. Deswegen lies ich ihn stehen und hatte das ganze Wochenende ein schlechtes Gewissen.
Jetzt erst haben Sie uns gefunden, die Anbieter der Sorgenbefreiung durch Geschlechtsteilvergrösserung, Millionendeal durch Vorüberweisung nach Afrika, Wilder Sex und willige Weiber, Russische Schönheiten und devote Asiatinnen, Jobs ohne Ende, wo man in zwei Tagen mehr verdient als die Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frank-Walter Steinmeier (SPD) zusammen..
Herzlich willkommen Ihr Spammer und Sender, danke für Eure versuchten Kommentare zum Sorgenberg. Rausgefiltert und ignoriert – doch keine Sorge, alles wird immer schlimmerer.
Husten. Halsweh. Nackenschmerz. Ich dacht, wir hätten´s überstanden – fast zwei Wochen war´s echt ok – aber nun: It´s back.
Nur der Schnupfen fehlt. Tja, irgendwie auch doof, nur halb krank sind wir jetzt – vielleicht wegen der Krise, da gibt´s ja eh nicht mehr alles für alle, also sparen wir auch an Symptomen: Gibt halt nicht mehr alles für alle. Wo kämen wir da hin wenn jetzt noch alles gäbe für jeden?
Nun ich denke, so´n richtiger Reicher, der kriegt noch alles ab: Schnupfen vom Feinsten, glibbrig und golden, den “Original Husten” von ganz tief unten an Carpaccio vom Halsschmerz mit einer Hülle aus Gliederschmerzen und Nackenverspannung. Als Dessert wird gereicht ein Schaum von der Nasensuppe garniert mit getrocknetem Salz aus goldenem Fieberschweiß.
Dazu empfehlen wir Wickenthaler Hustenschorle und etliche unaussprechliche Naturheilkräutlein.
So leben die ganz ganz Reichen,
und treffen sich in Berlin.
Da wollen wir doch alle hin.