Aug
23
2011
hanns
Bald wird uns das Benzin ausgehen, und auch der Strom wird knapp. Wir werden erst nur noch kaltes Wasser haben, dann wird bald die Wasserversorgung ganz zusammenbrechen. Es gibt keine Freunde mehr. Die Politik ist ratlos, sie hat versagt. Auch die Verwandten und Haustiere wenden sich ab. Unsere Autos verrotten dort wo sie nicht von Plünderern auseinandergenommen werden vor unseren kaputten Häusern. In denen sitzen wir, bewegungslos, hungernd, durstig, stinkend, allein – und haben Angst. Wir werden sterbsen. Alle.
Ja, sterbsen, was auch immer das bedeutet. Das denke ich mir später irgendwann aus.

Angst ist ein schwarzes Loch (Hier in Blau dargestellt)

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Sep
8
2010
notstrom
.. jemand hat gerade die ganze scheisse vom bodenkies aufgerührt. nichts zu sehen. wohin ich mich wende das gleiche bild. aus meiner erinnerung weiß ich, daß da vorne mal was zu sehen war. ich konnte zwar nie weiter als bis dorthin, es gab aber wenigstens etwas zu sehen. etwas bewegte sich. das bereuhigt mich. ich warte also bis sich der ganze mist gesetzt hat und ich wieder an meiner scheibe entlang schwimmen kann…

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Nov
22
2009
penelope araña de la selva
nicht hell nicht wird der Tag
nur dunkel bleibts
nicht froh nicht wird mein Herz
nur traurig bleibts

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Mai
1
2009
Tetlef
Heut´ beginnt der Mai,
Tage älter bin ich bald,
die Sonne wärmt uns.

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Mrz
30
2009
penelope araña de la selva
Die Katze schaut mit bleichem Blick
in die Hunderegentropfen
Ich schaue auf die Straße,
die nass ist und auch kalt.
Wolkenspiegel in den Pfützen
Nasehochziehn im April
Graue Morgensorgenfetzen
bleiben bis zum Abendbrot.
Fehlt mir nur die Sonne?
Oder auch so manches mehr?
Kapuzinerkressegelbe Heiterkeit?
und andersfarbig stimmende Gefühle?
Mein Anorak, herbstlich grau zerschlissen
Japst unerfreut und sorgenvoll
Beim Schlissen seines Reißverschlusses
Und ich kann ihn gut verstehen.

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Mrz
24
2009
penelope araña de la selva
Anfangen tu ich mal mit Freundlichkeitsmangel, kaum ein Mangel ist so immanent in Alltäglichkeiten allerorten. Wäre Freundlichkeit eine Währung, dann würde sie sich von alleine ständig verknappen und im Vergleich zu anderen Währungen immer teurer, weswegen das wohl keiner mehr einführen würde…. – vielleicht des Rätsels Lösung?
Der Spielekonsolanmangel ist auch eine schmerzliche Angelegenheit, der alle Altersklassen erliegen können. Auch hier stellt sich die Frage, wie viele braucht man zum Überleben, wie viele zum Wohlfühlen?
Zu dem bereits seit lange vorliegendem Mangel-Mangel, der in der geschichtlichen Entwicklung eine Erklärung wenn sicherlich auch keine Entschuldigung findet, gesellt sich nun auch der Mangel von chemischen Reinigungen hinzu. Wenn auch heutzutage nur noch wenige Menschen mangeln, es sei denn es gehört zu seinen/ihren Hobbys, (leichtfüßig verfolgt mein Gehirn die Vorstellung von Mangelvereinen die Showkämpfe im Wettmangeln und Umzüge durch das Dorf organisieren…), so ist zumindest in meinem Leben die Notwendigkeit des Gebrauches einer chemischen Reinigung mit den Jahren überproportional angestiegen. Doch tatsächlich verschwinden sie tagtäglich aus unserem urbanen Räumen. Traurig und schlecht für die Umwelt wegen der langen Anreise, die nun erforderlich wird.
Am meisten enervierend und Kräfte raubend ist jedoch der Mangel an Höflichkeit. Ja ich höre schon alle mich spiessig nennen, aber die Höflichkeit regelt das Zusammenleben auf engerem Raum so, dass keiner blaue Flecken zu beklagen hat. Höflichkeit ist meiner Meinung nach fast genauso unterschätzt in seiner gesellschaftlichen Relevanz wie der small talk. Immer wieder und gerade in Situationen in denen der Small Talk eine tatsächlich über die Runden retten könnte (Familienfeiern, Umtrunke im beruflichen Umfeld,…) da wird gemosert über das oberflächliche Gehabe und Geschwätz. Doch nichts ist erhebender als ein gewandter diszanzwahrender dahinplätschernder small talk.
In diesem Sinne, wir bleiben in Kontakt, Ihre Karte hab´ ich ja.

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schon 1 Kommentar » | tags: Banalitäten, besoffen, Mangel, Rezession, Zeitenwende
Jan
2
2009
hanns
“Wirklich wieder Koch?” – das ist “Der Grund” Thorsten Schäfer-Gümbel zu wählen?
Armes Hessen, so oder so.
http://www.spd-hessen.de/.net/html/17289/welcome.html

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Dez
19
2008
penelope araña de la selva
Diesmal wird es selbstverständlich schlimmer
schlimmer noch als je zuvor
Keinesfalls wirds irgendwann auch besser werden
nimmer niemals nie mehr gut
Das lieb gewonnene Knirschen im Getriebe
unserer guten alten wohlvertrauten Welt
erstirbt verzagt beim Untergehen der selben
Das neue Jahr lauert düster und verschlagen
im dunklen Wald der Ängste und Phantome
finstere Ahnungen flattern unruhig über unsren Köpfen
nach vorne schaut schon lange keiner mehr
stattdessen versuchen wir mit Blicken das Oben hoch zu halten
das Fallen noch zu hindern, des Himmels und des eigenen Ichs
Mein kleiner zarter Lebensmut zaudert, hadert und vereist

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